Was ist der Unterschied zwischen einer Pflegeimmobilie und betreutem Wohnen?

Beim betreuten Wohnen gibt es in der Regel eine vollständige Wohnung mit Kochgelegenheit und 2 Zimmern. Diese Wohnung wird an einen einzelnen Mieter vermietet und auch im Grundbuch als Eigentumswohnung eingetragen. Es muss mit dem Mieter ein individueller Mietvertrag abgeschlossen werden, dadurch kann die Mieteinnahme auch unsicher werden. Die Entwicklung der Vermietbarkeit kann schwierig werden, wenn die Lage im Laufe der Jahre schlechter beurteilt wird.

Bei einer Pflegeimmobilie ist die Vertragslage völlig anders. Hier wird das gesamte Pflegeheim an einen Betreiber vermietet, der die monatliche Gesamtmiete an einen Verwalter bezahlt. Dieser Verwalter gibt die monatliche Miete an die einzelnen Eigentümer des Apartments weiter, egal, ob das Apartment aktuell belegt ist, oder nicht. Dadurch gibt es bei einem Wechsel der Belegung für den Eigentümer keinen weiteren Aufwand, weil dies der Betreiber alleine regeln muss. Die Mieteinnahmen sind auch deshalb bei der Pflegeimmobilie sehr sicher, weil die Bezahlung für den gesamten Heimaufenthalt Sache des Patienten und der Pflegeversicherung ist. Reicht deren Geld nicht aus, werden gegebenenfalls die Angehörigen des Patienten zuzahlen müssen. Sollte das nicht reichen, ist am Ende die Gemeinde oder der Landkreis verpflichtet, den fehlenden Betrag zu übernehmen. Für den Eigentümer ist also die Mietzahlung letztendlich sehr gut abgesichert, ohne dass er sich im Einzelfall darum kümmern muss. Dies ist ja bereits Aufgabe der Betreiberfirma.

Eine negative Beeinträchtigung der Lage kann in diesem Immobilienbereich ebenfalls ausgeschlossen werden. Eine Pflegeimmobilie wird nur gebaut, wenn das Einzugsgebiet eine genügende Anzahl von Einwohnern aufweist, die schon ein höheres Alter erreicht haben. Damit ist über Jahre hinweg die Auslastung gesichert. Aktuell gibt es für Pflegeheime einen ständig steigenden Bedarf. Die Heime haben großteils Wartelisten, das wird sich in den nächsten Jahren eher noch verstärken.

In der Pflegeeinrichtung gibt es auch genügend Gemeinschaftsräume, damit die Patienten die sehr wichtigen zwischenmenschlichen Kontakte pflegen können. In einer Pflegeimmobilie ist die Betreuung rund um die Uhr gesichert. 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, die Betreuung muss immer gegeben sein. Beim betreuten Wohnen kann die Betreuung auch nur stundenweise erfolgen, da die ständige Pflegebedürftigkeit nicht immer erforderlich ist. Es wird in der Regel festgelegt, wie die Unterstützung aussehen muss. Danach richtet sich auch der Preis.

Der Mieter beim betreuten Wohnen muss also die Miete rechnen und zusätzlich den Pflegeaufwand bezahlen. Da kann natürlich passieren, dass bei einem ständig steigenden Pflegeaufwand das vorhandene Einkommen nicht mehr ausreicht. Dann kann es auch bei der Mietzahlung zu einem Engpass kommen.

Bei der Pflegeimmobilie bedeutet ein eventuell höherer Pflegeaufwand zunächst, dass je nach Pflegestufe auch der Beitrag der Pflegeversicherung steigt. Hier unterstützt auch die Betreiberfirma den Patienten, stellt dies ja seine Einnahmen sicher.

Der bestechende Vorteil dabei ist, dass dies den Eigentümer der Immobilie nicht tangiert. Er hat mit seinem Invest sichergestellt, dass die Mieten ohne wenn und aber jeden Monat sehr sicher kommen! Ein Vorteil der für die meisten Investoren sehr wichtig ist!