Was ist eine Pflegeimmobilie?

Eine Pflegeimmobilie ist ein Pflegeheim, in welchem pflegebedürftige Personen betreut werden.

In diesen Pflegeeinrichtungen ist sichergestellt, dass eine Rundumbetreuung der zu pflegenden Personen rund um die Uhr ,7 Tage die Woche, gewährleistet ist.

In dem Pflegeheim sind einzelne Zimmer, die als Ein-Bett-Zimmer konzipiert sind (in Baden Württemberg ab 2019 vorgeschrieben). Darin ist sichergestellt, dass nicht nur gepflegt wird, sondern auch eine Versorgung mit einer entsprechenden Verpflegung stattfindet. Ausgebildetes Pflegepersonal und weitere Hilfskräfte stellen sicher, dass es den zu betreuenden Personen an nichts fehlt.

Außer den Einzelzimmern sind Behandlungsräume und Gemeinschaftsräume in ausreichender Anzahl vorhanden. Pflegebedürftige benötigen dringend Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen. Das ist in einem modernen Pflegeheim sichergestellt.

Besonderer Wert wird bei der Erstellung einer neuen Einrichtung darauf gelegt, dass die Zugänge barrierefrei möglich sind. Zwingend vorgegeben sind deshalb bei mehr-geschossigen Pflegestationen Aufzüge, in denen auch Rollstuhlfahrer genügend Platz finden.

Sehr wichtig ist bei der Erstellung einer Pflegeimmobilie auch das entsprechende Umfeld. Bewohner darin benötigen im direkten Umfeld auch ein gewisses Angebot an Ablenkung und Unterhaltung. Einkaufsmöglichkeiten und Cafes sollten deshalb ebenerdig erreichbar sein. Da unterschiedliche Pflegegrade vorhanden sind, muss das Angebot möglichst breit gefächert sein!

Wichtig ist in einer Pflegeimmobilie eine gute und sehr qualifizierte Betreibergesellschaft. Diese Betreibergesellschaft mietet den Bau komplett und hat in der Regel einen Pachtvertrag, der mindestens über 20 Jahre läuft. Die Betreiberfirma stellt sicher, dass immer genügend ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Sie ist verantwortlich dafür, dass durch entsprechende Dienstpläne so eine Betreuung erfolgt, die den gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen der Pflegeversicherung entspricht!

Innnerhalb der Anlage überwacht ein Verwalter die Arbeit der Betreibergesellschaft und teilt die Mietzahlung auf die einzelnen Eigentümer der Zimmer anteilig auf. Die Verwaltung wird von der Eigentümerversammlung der Pflegeimmobilie bestimmt und erhält einen Vertrag mit einer zu verhandelnden Laufzeit. Zur Überwachung gehört dabei auch, dass der Verwalter der Betreibergesellschaft Forderungen zukommen lässt, die den Erhalt des gesamten Baukörpers sicherstellen. Das können optische Reparaturen, oder auch technische Modernisierungen sein. Der Eigentümer eines Pflegezimmers haftet nur für Reparaturen am Dach oder an der Fassade. Deshalb muss die Eigentümergemeinschaft für Reparaturen nur sehr wenig Geld zurücklegen.

Das Eigentum an einer Pflegeimmobilie wird im Grundbuch wie eine normale Eigentumswohnung eingetragen. Dadurch ist das erworbene Eigentum an einem Pflegezimmer jederzeit auch wieder zu verkaufen, oder auch vererbbar.

Die Betreibergesellschaft in der Anlage erhält von dem zu betreuenden Patienten einen monatlichen Gesamtbetrag für die kompletten Leistungen. Dies beinhaltet die einzelnen Pflegeleistungen, die Verpflegung und die Miete für das Zimmer. Der Patient bezahlt dies aus Eigenmitteln. Dazu kommen noch Zahlungen aus der Pflegeversicherung, die gestaffelt nach dem vorhandenen Pflegegrad sind. Reicht dieses Geld nicht vollständig aus, müssen die Angehörigen die Differenz aufbringen. Ist auch dies nicht vollständig möglich, kommt der Differenzbetrag über die Sozialämter der Gemeinde, oder des Landkreises.

Dadurch ist für einen Investor die Mieteinnahme aus dieser Pflegeeinrichtung sehr sicher. Ein Ausfallrisiko gibt es praktisch nicht!

Sollte ein Betreiber in einem Pflegeobjekt schlecht wirtschaften und ausfallen, gibt es umgehend eine Nachfolgerfirma, die gerne ein voll belegtes Haus mit dem dazu gehörigen Personal übernimmt.